Das Bamboo Fun, Touch & Pen M kommt in einer soliden umweltfreundlichen Verpackung daher. Zum Lieferumfang gehören das Tablett, der Stift, ein USB-Kabel, die Installations-CD sowie 4 Ersatzspitzen für den Stift. Des Weiteren gehören eine gedruckte Schnellstartanleitung sowie der Software Download Code für die inkludierten Programme Adobe Photoshop Elements 9, Corel Painter Essentials 4 und ArtRage 3 Studio Pro dazu, die man sich nach der Registrierung bei Wacom kostenlos herunterladen kann. Unmittelbar nach dem Download erhält man via E-Mail die Seriennummern für die Software zugesandt. Wer bereits Adobe Photoshop CS 5.5 oder die CorelDRAW Graphics Suite X5 sein eigen nennt, kann auf die erst genannten getrost verzichten; einzig ArtRage 3 Studio Pro sollte man sich nicht entgehen lassen, da es einer gänzlich anderen Philosophie wie herkömmliche Mal- und Zeichenprogramme folgt und sich mit ihm fotorealistische Ölgemälde, Aquarelle und Kreidezeichnungen mit Tiefenwirkung intuitiv und kinderleicht erstellen lassen; ein gewisses zeichnerisches Talent natürlich vorausgesetzt.
Doch zurück zum Bamboo. Wie nicht anders von Wacom zu erwarten, ist das Tablett tadellos verarbeitet. Es kommt völlig ohne externe Stromversorgung aus und wird ausschließlich über den USB-Port mit Strom versorgt. Das Tablett wurde nach Anschluß via USB sofort problemlos vom Computer, in meinem Fall einem Alienware Area-51 m9750 mit Windows 7 Ultimate 32bit, als externes und sofort einsatzbereites Touchpad erkannt. Dennoch sollte man spätestens jetzt die Installations-CD starten, um den vollen Funktionsumfang des Grafiktabletts, insbesondere die Stifteingabe, nutzen zu können. Die jeweils aktuelle Treiberversion wird während der Installation automatisch von der Wacom-Website heruntergeladen und installiert, so daß man sich auch hierum nicht weiter kümmern muß. Die aktive Arbeitsfläche des Bamboo, die das 16:10 Format völlig abdeckt, reagiert wesentlich empfindlicher, als man es von herkömmlichen, zumeist in Notebooks verbauten Touchpads gewohnt ist; auch sind die Wege, die man mit den Fingern zurücklegen muß, aufgrund der größeren Arbeitsfläche wesentlich länger, was der Sache an sich jedoch keinen Abbruch tut. Mit etwas Übung gelingen auch die Multitouch-Gesten recht schnell, wobei es durchaus keine Schande ist, zunächst auf das integrierte Lernprogramm zurückzugreifen. Die eigentliche Stärke des Tabletts liegt freilich in der Stifteingabe. Diese funktioniert ebenfalls fehlerfrei und tadellos. Wer jedoch bislang nur mit einer Maus gearbeitet hat und von Anbeginn Meisterwerke erwartet, wird zunächst wahrscheinlich bitter enttäuscht sein. Es erfordert schon eine Menge Geduld, Ausdauer und Übung bis man seine eigene Handschrift auf dem Monitor wiedererkennt. Die ersten Versuche ähneln denn auch eher dem Gekrakel eines 5 oder 6jährigen, der gerade im Begriff ist, schreiben zu erlernen. Aber mit viel Geduld und etwas Übung ist auch diese Hürde leicht zu nehmen. Besonders erwähnenswert erscheint mir an dieser Stelle noch zu sein, daß man aufgrund des magnetischen Induktionsverfahrens auch eine Papierzeichnung oder ein Foto auf’s Tablett legen und die Konturen dann nachzeichnen kann. Wer häufig eigene Blueprints für 3D-Programme erstellen muß, wird das zu schätzen wissen.
Ich habe mir das Tablett gekauft, um effizienter mit Autodesk Mudbox, Autodesk Sketchbook Pro und Adobe Photoshop arbeiten zu können und bin bislang nicht enttäuscht worden. Auch MS Office 2010 läßt sich damit hervorragend bedienen. Das Wacom Bamboo Fun, Touch & Pen M ist sein Geld wert und verdient daher eine klare Kaufempfehlung.
(Veröffentlicht am 22.12.2011)